Warum haben Sie diesen Beruf gewählt?

Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, weil mir der HSE-Bereich die Möglichkeit gibt, direkt zur Reduzierung von Arbeitsunfällen und zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden beizutragen.
Darüber hinaus kann ich das Management und die Mitarbeitenden dabei unterstützen, eine starke Sicherheitskultur zu fördern, in der Sicherheit ein fester Bestandteil der täglichen Arbeitsprozesse ist.
Das verleiht meiner Tätigkeit einen klaren Sinn und eine hohe berufliche Erfüllung.

Gibt es einen Vorteil, diesen Beruf als Frau zu wählen?

Ja, es gibt Vorteile. Als Frau bringe ich eine vielfältige Perspektive in das Sicherheitsmanagement ein, insbesondere in Bereichen wie effektive Kommunikation, Empathie und Aufmerksamkeit für Details. Diese Eigenschaften sind im HSE-Bereich essenziell, da das Verständnis menschlichen Verhaltens, die Beeinflussung sicheren Handelns und die Einbindung der Mitarbeitenden auf allen Ebenen ebenso wichtig sind wie technisches und regulatorisches Fachwissen.
Meine Zugänglichkeit und Empathie helfen dabei, einen offenen Dialog zu fördern, Sicherheitsbedenken frühzeitig zu erkennen und Vertrauen aufzubauen. So kann ich Zusammenarbeit stärken und eine positive Sicherheitskultur im gesamten Unternehmen fördern.

Haben Sie weibliche Vorbilder?

Ja. Ich lasse mich von Frauen in Führungspositionen inspirieren, die in ihren Branchen Professionalität und Integrität gezeigt haben. Ihre Fähigkeit, selbstbewusst zu führen, ethische Entscheidungen zu treffen und Herausforderungen zu meistern, motiviert mich, mich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Was sind Ihre größten Erfolge?

Einer meiner größten Erfolge ist die nachhaltige Verbesserung der Sicherheitskultur und der Compliance an meinem Arbeitsplatz sowie der Aufbau einer starken Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden und Management. Persönlich bin ich sehr stolz darauf, mich zur Führungskraft im HSE-Bereich als Abteilungsleiterin entwickelt und das Vertrauen als Sicherheitsexpertin gewonnen zu haben. Diese Erfolge spiegeln jahrelanges Engagement, kontinuierliches Lernen und den Einsatz für ein sichereres und verantwortungsvolleres Arbeitsumfeld wider.

Welchen Rat würden Sie jungen Frauen geben, die über eine Karriere in der Wissenschaft nachdenken?

Mein Rat ist, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben und das eigene Potenzial zu erkennen. Junge Frauen sollten nicht zögern, ihre Ideen einzubringen, Fragen zu stellen und Herausforderungen anzunehmen, die ihre persönliche Entwicklung fördern. Kontinuierliches Lernen, Widerstandsfähigkeit und ein starkes Selbstvertrauen sind entscheidend für langfristigen Erfolg. Wissenschaftliche Berufe bieten unzählige Möglichkeiten, und Frauen spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Innovation und Fortschritt.

Was war das lustigste oder denkwürdigste Erlebnis während Ihrer Arbeit bei TC?

Ein besonders einprägsamer Moment war während eines Produktions-Gemba, als ein Mitarbeiter mich sah und sofort die Hand hob, um zu zeigen, dass er seine Schutzhandschuhe trug. Das war zwar lustig, zeigte aber auch, dass Sicherheitsbewusstsein tatsächlich Teil des Arbeitsalltags geworden ist.

Ist es schwierig, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren?

Die Balance zwischen Beruf und Privatleben kann durchaus herausfordernd sein, insbesondere in einer verantwortungsvollen Position. Mit gutem Zeitmanagement ist sie jedoch machbar. Ich bin überzeugt, dass Ausgeglichenheit entscheidend für langfristigen Erfolg und persönliches Wohlbefinden ist. Wer gut für sich selbst sorgt, kann sowohl beruflich als auch privat bessere Leistungen erbringen.